Seidenhuhn (Silkie): Der umfassende Leitfaden zu dieser Zierhuhnrasse
Mit ihrem flauschigen Gefieder, das eher an Fell als an Federn erinnert, ist die Seidenhuhnrasse – auch Silkie genannt – auf den ersten Blick erkennbar. Sie gehört heute zu den beliebtesten Rassen bei Familien, die eher ein Haustier als eine reine Legehenne suchen.
Ein uraltes Volk aus Asien
Die Seidenhuhnrasse ist eine sehr alte Rasse, die wahrscheinlich aus China stammt und bereits im 13. Jahrhundert von Marco Polo erwähnt wurde, der ein seltsames „Huhn mit schwarzer Haut und pelzartigen Federn“ beschrieb. Ihr früherer französischer Name, „Nègre-Soie“, bezog sich auf ihre erstaunlichste Besonderheit: Unter ihrem hellen Gefieder besitzt die Seidenhuhn eine vollständig schwarze Haut, Knochen und Schleimhäute – ein Phänomen, das als Melanismus bezeichnet wird und auf eine besondere Pigmentierung zurückzuführen ist.
Ein einzigartiges Gefieder … und ein paar Vorsichtsmaßnahmen
Den Federn der Seidenhuhn fehlen die kleinen Haken (Barbulen), die die Federn normalerweise zusammenhalten, was ihnen dieses flauschige Aussehen verleiht und das Seidenhuhn am Fliegen hindert. Dieses Gefieder schützt sie recht gut vor Kälte, nimmt jedoch Feuchtigkeit auf – ein nasses Seidenhuhn braucht lange, um zu trocknen, und muss schnell in einen trockenen Unterstand gebracht werden. In der Schweiz sollten Sie daher einen Hühnerstall vorsehen, der gut gegen Zugluft isoliert und vor allem vor Regen und stehender Feuchtigkeit geschützt ist.
Wie viele Eier legt eine Seidenhenne?
Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Soie Ihren Eierkorb füllt: Ihr Legeretum ist bescheiden und liegt bei etwa 100 bis 150 kleinen Eiern pro Jahr mit cremefarbener oder weißer Schale. Außerdem neigt sie stark zum Brüten, was ihre Produktion noch weiter verringert – macht sie aber zu einer hervorragenden Mutter, die auch Küken anderer Rassen aufziehen kann.
Charakter: Die perfekte Haushuhnart
Hier zeigt die Soie ihre wahren Stärken. Sie ist ruhig, sanftmütig und besonders anhänglich, lässt sich stressfrei auf den Arm nehmen und streicheln, versteht sich sehr gut mit Kindern und passt sich problemlos an beengte Platzverhältnisse an. Viele Züchter beschreiben sie eher als echtes Haustier denn als bloße Hühnerart.
Pflegehinweise
- Lebensraum: Ein trockener und zugfreier Unterschlupf ist unerlässlich – Feuchtigkeit ist der größte Feind dieser Rasse.
- Platzbedarf: Sie kommt gut mit kleinen Räumen zurecht (ca. 1 m² pro Huhn), ist jedoch aufgrund ihrer Haube, die ihr das Sehen erschwert, sowie ihrer Flugunfähigkeit anfällig für Raubtiere; daher wird ein gut umzäuntes Gehege empfohlen.
- Hygiene: Regelmäßiges Staubbaden hilft ihm, Parasiten zu bekämpfen, insbesondere an den befiederten Pfoten.
- Futter und Wasser: Ein überdachter Futtertrog und eine saubere Tränke sind nach wie vor unverzichtbar, wie bei jeder Henne.
Die richtige Ausrüstung für die Seidenhuhn-Haltung
Für einen gesunden Stall, der auf diese feuchtigkeitsempfindliche Rasse zugeschnitten ist, bietet My Happy Hen verschwendungsfreie Futtertröge mit dicht schließendem Deckel und automatische Tränken, die das Wasser stets sauber halten, sowie gemütliche und leicht zu reinigende Nistkästen an.
Zusammenfassend lässt sich sagen
Die Seidenhuhn ist eher ein Haustier als eine Legehenne und besticht durch ihren Charakter und ihre Einzigartigkeit. Entdecken Sie unser Sortiment an Zubehör, damit Sie sie bei sich zu Hause gut unterbringen können.